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30.06.2016, 11:21 Uhr
Wege in die Zukunft - Mobilität als Überlebensfaktor im Kreis Olpe
Informationsveranstaltung der Senioren Union und der Jungen Union

Unter diesem Motto veranstalteten die Senioren Union und die Jungen Union im Kreis Olpe eine Informationsveranstaltung im Kultur-Bahnhof Grevenbrück. Der Veranstaltungsort wurde bewusst ausgewählt, da in unmittelbarer Nähe die für Schwerlastverkehr gesperrte Johannesbrücke sowie der Bahnhof und der Busbahnhof Grevenbrück sind. Das passte hervorragend zu den Themen des Abends.

Landrat Frank Beckerhoff stellte den neuen Nahverkehrsplans für den Kreis Olpe vor. Er erklärte die Rahmenbedingungen und  die neuen Forderungen für die Barrierefreiheit der Haltestellen. Außerdem erläuterte er verschiedene zukünftige Änderungen der Linien.

Im Anschluss stellte der stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen und Vorsitzende des Reginalrats Arnsberg, Hermann-Josef Dröge, den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans vor.

Er erklärte, dass erstmalig eine weitgehende Beteiligung am Verfahren stattfand, wodurch der gesamte Prozess transparenter geworden ist. Oft sei zu lesen, dass der Kreis Olpe mit 3000€/Kopf mit am besten berücksichtigt werde. Das weist Hermann-Josef Dröge allerdings entschieden zurück. Zunächst einmal könne man den Betrag nicht so einfach auf jeden Einwohner umlegen. Verschiedene Aspekte wie Topographie und klimatische Verhältnisse würden das Sauerland für den Straßenbau natürlich ungleich teuer machen, wie etwa eine vergleichbare Straße im Münsterland. Ausserdem könne man die Kosten für den 6-spurigen Ausbau der A 45 nicht einfach zulasten der anliegenden Kreise einrechnen, da die A 45 eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen darstelle und nicht in erster Linie dem regionalen Verkehr diene.

Als drittgrößte Industrieregion in Deutschland sei es enorm wichtig in die örtliche Infrastruktur zu investieren, da immer mehr Firmen in unserem Raum Probleme hätten ihr Produkte über die vorhandenen Straßen zum Kunden zu bekommen. Eine fehlende Investition in die Infrastruktur wird so auf Dauer Arbeitsplätze kosten.

Die wichtigsten Projekte für die Region seien natürlich der Ausbau der A45 und der Ruhr-Sieg-Eisenbahnlinie, aber auch die B55 und die Route 57. Die beiden letztgenannten Projekte dürften nicht, wie leider geschehen, in einzelnen Ortumgehungen betrachtet werden, sondern müssten als Gesamttangente gesehen werden, auf der speziell der Lastenverkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Dies sei ein großes Manko des Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans. Er forderte alle Betroffenen auf, sich dafür einzusetzen, dass hier noch eine Änderung erreicht wird.