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25.10.2016, 13:58 Uhr
Vorstand der Senioren Union spricht mit Kreishandwerkerschaft
Gedankenaustausch mit Geschäftsführer Haßler und Innungsvorsitzendem Frank Clemens

Die Kreisvorsitzende, Wilma Ohly, konnte auf der turnusmäßigen Sitzung neben den vollzählig erschienenen Vertretern aus den Ortsverbänden der Senioren Union diesmal auch Jürgen Haßler, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und den ehrenamtlichen Vorsitzenden der Kreishandwerkerschaft, Kreishandwerksmeister Frank Clemens begrüßen. Ihr Thema: „Die Situation des Handwerks im Kreis Olpe, besonders unter der Berücksichtigung der Arbeitsplätze von Seniorinnen und Senioren.“

Die Handwerkerschaft Westfalen-Süd besteht aus 21 Innungen, rund 1450 Innungsfachbetrieben mit ca. 13000 Beschäftigten und ca. 2000 Auszubildenden, ca. 1,4 Milliarden Euro Umsatz jährlich. „Verstehen, bündeln und handeln“ nannte Haßler das Motto seiner Organisation. Man verstehe sich als Dienstleister für die Handwerksbetriebe in Westfalen-Süd. Von uns werden Hilfen angeboten im manchmal überbordenden Bürokratendschungel. „Mit unserem Team halten wir dem Handwerk den Rücken frei nach dem Motto: Kümmern Sie sich um das Handwerk, wir übernehmen den Rest.“ Weiter führte er aus: Wir vertreten die Interessen der Handwerker politisch, wirtschaftlich und kommunikativ – auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene. Wir beraten in Fragen des Arbeits-, Verwaltungs- und Sozialrechts und stellen eine erfahrene Prozessvertretung, die die Fälle kompetent löst. Für die Mitglieder werden Inkassoverfahren durchgeführt, Mahnverfahren und alles was dazu gehört. Wir vermitteln Rahmenverträge für unterschiedlichste Aktivitäten. Wir informieren über aktuelle Trends und Entwicklungen in Branchen und Märkten. Wir kümmern uns über unsere Versorgungswerke als Sozialeinrichtungen des Handwerks, um selbständigen Handwerkern und mitarbeitenden Familienangehörigen günstige Vorsorge- und Absicherungsmöglichkeiten zu sichern. Unsere Aufgaben sind vielfältig, da wir ja die Stimme des Handwerks sind; Vernetzungen helfen uns dabei.

Frank Clemens ging in seinen Ausführungen auf die Situation des Handwerks ein, führt er doch als ehrenamtlicher Kreishandwerksmeister einen größeren Dachdeckerbetrieb in Olpe. Für Seniorinnen und Senioren und die Mitarbeiter im Handwerk im Allgemeinen sei in den vergangenen Jahren eine Menge getan und erreicht worden. Viele Maschinen und Hilfsmittel verdrängten nicht die Arbeitnehmer, sondern sie erleichterten die Arbeit. (Aufzüge, Hubgerüste, Kräne, leichtere Baustoffe und vieles mehr) „Sinnvolle Organisationsstrukturen ermöglichen es heute, dass Seniorinnen und Senioren vielfältig eingesetzt werden. Wir brauchen die Seniorinnen und Senioren mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen

 In ihrem Dank an die beiden Referenten fasste Frau Ohly zusammen: 1. Der Meisterbrief im Handwerk muss erhalten bleiben; wer soll denn den Nachwuchs ausbilden? 2.Das Tariftreuegesetz muss modifiziert werden, damit die Handwerker nicht unnötige Nachweise zu erbringen haben. 3.Ehrenamtlichkeit im Handwerk ist zu fördern. 4.Sofortige Abschaffung der Ampelkennzeichnungen, u. a. im Nahrungsmittelhandwerk. 5. Nicht nur die Industrie, auch das Handwerk braucht schnelles Internet. Sie betonte, dass die Seniorenunion sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in entsprechenden Gremien für die Belange der Handwerkerschaft einsetzen will. „Wir brauchen Sie doch sehr.“

Vor der Abarbeitung der weiteren Tagesordnungspunkte überreichte Dr. Herbert Stelling, der Vorsitzende der Seniorenunion Lennestadt, Frau Ohly einen Blumenstrauß für ihr sehr gutes Abschneiden bei den Vorstandswahlen auf Landes- und Bundesebene als Dank für ihren Einsatz für die Sache der Seniorinnen und Senioren.

Bei den Arbeitsberichten der einzelnen Ortsvorsitzenden konnte auf vielfältige Programme und Aktivitäten aufmerksam gemacht werden. Dass diese Arbeit von den Mitgliedern gut angenommen wurde, zeigten die sehr guten Beteiligungen und die Tatsache vieler Neuaufnahmen. Frau Ohly: „Bald werden wir 500 zahlende Mitglieder sein, die Zahl derer, die mitmachen, ist ja bekanntlich größer“.