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02.04.2019, 13:10 Uhr
Senioren Union eröffnet Europawahlkampf
Dr. Peter Liese MdEP und Prof. Dr. Otto Wulff zu Gast in Olpe
Fast 100 interessierte Seniorinnen und Senioren sowie einige Mitglieder der Jungen Union konnte die Vorsitzende der Kreis-Senioren Union der CDU, Wilma Ohly, in Oberveischede begrüßen: „Wir Senioren wissen wie wichtig Europa ist, wir haben Krieg und die Nachkriegszeit noch in Erinnerung und sind dankbar für über 70 Jahre Frieden in unseren Ländern.“ Als Redner begrüßte sie den heimischen Europaabgeordneten Dr. Peter Liese, Spitzenkandidat der CDU in NRW für die Europawahl und Prof. Dr. Otto Wulff, den Bundesvorsitzenden der Senioren Union. Dr. Peter Liese sprach von der wichtigsten Europawahl die es je gab: „Es geht darum, ob die europafreundlichen oder die –feindlichen Kräfte im neuen Europaparlament die Mehrheit haben. Rechts- und linkspopulistische Kräfte haben der Europäischen Union den Kampf angesagt. Sollten sie im neuen Europäischen Parlament eine Mehrheit bekommen, wird unser Europa in 5 Jahren nicht mehr die solidarische Friedens- und Wertegemeinschaft sein, die es seit Jahrzehnten ist. Das Werk Konrad Adenauers und Kurt Schumachers steht auf dem Spiel“. Prof. Dr. Otto Wulff sprach den Brexit an: „Das Brexit-Votum ist mit falschen Versprechungen und Ränkespielen erstritten worden, die eine sachliche Debatte blockiert haben. Jetzt merken viele erst, wie weitgehend Großbritannien bereits mit der EU verzahnt ist und welcher Schaden der Brexit für das Land und die ganze EU auslösen wird.“ Eine weitere Gefahr für die Stabilität des Kontinents sieht er außerdem auch in der aufkommenden Distanz einiger Staaten zur EU, deren Ursachen er auf überholte nationale Egoismen zurückführt. Er fordert: „Alle Europäer müssen sich gemeinsam neu definieren. Natürlich muss jedes EU-Mitglied seine Interessen offensiv vertreten können, aber als Ziel ist der Konsens anzustreben und nicht die Einzelinteressen eines jeden Landes.“ Wulff: „Bricht diese Gemeinschaft, dann zerbrechen mit Sicherheit auch die sozialen und ökonomischen Grundpfeiler ihrer Mitglieder. Angesichts der technischen Revolution und der globalen Entwicklungen in Asien, Afrika und Amerika wäre das eine düstere Perspektive.“ Ein weiteres Problem, das Europa nur gemeinsam auf Dauer lösen kann, sei die Flüchtlingsbewegung. „Viele Millionen Menschen aus Ländern südlich und südöstlich der Grenzen Europas betrachten unseren Kontinent als Hort persönlicher Sicherheit und wirtschaftlicher Stabilität.“ Die Bevölkerung Afrikas habe sich seit 1960 vervierfacht, wohingegen die Bevölkerung Europas altert und schrumpft. Europa müsse Verständnis für die Not der Menschen aufbringen, andererseits sei aber auch klar, dass eine übersprudelnde Flüchtlingswelle Europa überfordere und wirtschaftlich wie sozial vor nahezu unlösbare Schwierigkeiten stelle. Eine vernünftige Zuwanderung nach Europa müsse geregelt werden genauso wie die Fluchtursachen in den Ursprungsländern angegangen werden müssten. Das könne nicht ein Land allein, sondern nur Europa gemeinsam. Deswegen sei es so wichtig, dass die politischen Kräfte, die Europa aufgebaut und bisher geformt haben, auch in Zukunft eine Mehrheit im Europäischen Parlament haben. Europa habe in der EU eine einzigartig positive Entwicklung genommen, die – bei allen Schwierigkeiten - nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfe.